ÜBER DIE KUNST ENTSCHEIDUNGEN ZU TREFFEN

Willst du mit mir gehen? Kreuze an. Zwischen ja, nein und vielleicht. Ich erinnere mich noch ganz genau, wie einfach es mir in der Grundschule fiel Entscheidungen zu treffen. Und heute bin ich dann eher diejenige, die sich fragt: Soll ich es wirklich machen oder lass ich es lieber sein? Die Schritte fühlen sich mittlerweile einfach schwerer an. Entscheidungen haben eine viel größere Tragweite als früher. Es fühlt sich einfach nicht mehr so leicht an. So einfach, wie sich die Schrittfolge beim Tanzen anfühlt. Bei Auftritten tanzen wir am Ende als Zugabe meist eine Rumba. Einer beginnt mit dem Tanzen und fordert eine Person spontan weiterzumachen. Jede Schrittfolge ist aus dem Bauch und aus dem Moment heraus. Und ganz ähnlich versuche ich es auch mit Entscheidungen handzuhaben.

1. Was bringt mit zum Lächeln?

Höre auf dein Bauchgefühl. Ich bin zwar ein absoluter Fan von To-Do-Listen, aber mit Pro-und-Kontra-Listen habe ich mich immer schon irgendwie schwer getan. Klar auch ich habe so eine Liste schon verfasst und mir den Kopf zerbrochen und Argumente gesammelt und abgewägt, aber letztlich habe ich doch bei den wichtigen Entscheidungen immer auf mein Herz und mein Bauchgefühl gehört. Und ich habe es nie bereut. Denn instinktiv wissen wir eigentlich genau, was sich gut anfühlt, was das Richtige ist und welche Entscheidung uns erleichtert und zum Lächeln bringt. Horcht in euch hinein und vertraut auf euch und euer Gefühl. Und tut das, was ihr für richtig haltet. Aber tut etwas. Zögert es nicht ewig hinaus, sondern trefft eine Entscheidung.

2. Was ist mein Ziel?

Entscheidungen kosten Mut. Und wer Entscheidungen trifft, übernimmt Verantwortung. Zeigt Haltung. Wer sich klar darüber wird, was sein Ziel ist, wo man hinwill, was man erreichen möchte, der ist auch bereit, mutig zu sein, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Wenn man hinter einer Entscheidung steht, dann kann man diese auch vertreten und im Zweifel auch die positiven wie negativen Konsequenzen tragen. Derjenige weiß auch, welche Entscheidungen zum Ziel führen. Wer jedoch gar nicht richtig weiß, was er vom Leben erwartet und wo man sich in fünf oder zehn Jahre sieht, wer keine Vision hat, der tut sich natürlich auch mit Entscheidungen schwer. 

3. Belastet mich die Angst vorm Entscheiden mehr, als die vermeintlichen Konsequenzen?

Vor allem erleichtern uns Entscheidungen unser Leben. Denn offene Entscheidungen belasten uns. Sie lasten auf uns, genauso wie die damit einhergehende Angst, sich falsch zu entscheiden. Dieser Druck ist immer da, wacht morgens mit einem auf und geht abends mit einem ins Bett. Und auch nachts schlafen die Sorgen nicht. Aber was heißt denn falsche Entscheidung? Denn genau das ist das Grundproblem. Was heißt denn falsch entscheiden. Was kann euch schlimmstenfalls passieren? Es gibt kaum eine Entscheidung, die sich am Ende als völlig falsch erweist, die sich nicht wieder gerade biegen ließe. Daher ermuntere ich euch, lieber eine falsche Entscheidung zu treffen, die euch stärker macht, als gar keine zu treffen. 

Ach und falls ihr am Ende doch eine Entscheidung bereut oder das Gefühl habt, die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Dann wartet ab. Nicht selten, stellt sich dann doch heraus, dass diese Entscheidung so wie all die anderen, dich am Ende doch an dein Ziel führen. Und so mancher Umweg hat sich schon als Glückgriff erwiesen. Vertraut auf euch und auf eure Entscheidungen. Es wird schon alles gut werden. 

YOU MAY ALSO LIKE

1 comment

Tanja 11. Juni 2020 at 20:56

Wieder ein super schöner Post. Sehr inspirierend!

Reply

Leave a Comment