EYE FILM AMSTERDAM

Ich bin mit der Kamera im Kinderwagen groß geworden, sage ich immer. Und meinen Eltern über all die schönen Aufnahmen die ich mir nun anschauen kann, sehr dankbar. Mit dieser Kamera habe ich dann auch gerne meine Familie gefilmt und sie ab und zu mit ins Zimmer genommen. Wenn ich Tänze mit meiner Freundin aufnehmen wollte. Mit circa. 10 Jahren habe ich eine Fotokamera bekommen. Damals mit einer Filmrolle. Später eine Digitalkamera mit der ich dann auch schon kleine Filme drehte. Mir circa 14/15 habe ich dann eine eigene Videokamera bekommen. Ich weiß noch wie stolz ich war. Endlich in Full HD Filmen. Damals für mich und zu der Zeit war das top. Ich habe schon immer gefilmt. Oft haben sich die Leute beschwert wenn ich mal wieder Momente mit meiner Kamera festgehalten habe. Um mir dann – nachdem ich alles geschnitten hatte und das Ergebnis in einem Film präsentierte – zu sagen dass das ein toller Film geworden ist und dass ich zum Glück gefilmt habe. Die Leute kannten mich nur mit Kamera – ohne gab es mich eigentlich nicht. Filme drehen ist für mich wie Architektur. Von Wichtigkeit ist Genauigkeit, Klarheit, Detailliebe und die kreative Entfaltung. Momente mit der Kamera bewusst einzufangen. Mit Lichtern oder Gegenständen zu spielen. Mit dem Interesse für Film kam auch das Interesse an Schauspielerei. Als ich in Köln eine Schauspielschule besuchte und vor der Kamera stand. Dadurch fällt es mir auch leicht mit Schauspielern zu arbeiten. Schließlich kenne ich auch das Arbeiten vor der Kamera. Nach der Schule arbeitete ich erstmal beim Filmverleih und kümmerte mich um die Distribution von Filmen in Kinos. Und im Studium drehte ich Filme, lernte Techniken kennen und wurde mir erstmals bewusst was alles dazu gehört – wenn man nicht einfach nur filmt sondern wenn man ein Konzept hat und Storyboard, Shotlist, Drehbuch und Drehpläne erstellt. Wenn man über mehrere Tage filmt und Controlling betreiben muss. Als ich mich dann in der Filmbranche bewarb wurde mir klar mit wie viel Leidenschaft ich diese Vorstellungsgespräche führte. Wie leicht es mir fiel über Projekte zu sprechen, die mit Film zu tun haben. Einfach weil ich es liebe Kamerafrau zu sein oder die Regie bei einem Filmprojekt zu übernehmen. Deswegen war auch ein Besuch im Eye Filmmuseum Amsterdam Pflichtprogramm. Wo gehöre ich bitte sonst hin? Das EYE Filmmuseum ist mehr als ein Kino oder ein Museum: Dauerausstellung und Kunstinstallationen, eine große Auswahl an Filmen, das Restaurant des Museums – ein idealen Ort um den Trip in Amsterdam ausklingen zu lassen. Es gehört zu den besten Filmmuseen der Welt und lässt euch in die Welt des Films eintauchen.

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