LIFE Update # 4 Grundkonzept

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Ich weiß was ich will. Das wusste ich schon immer. Ich hatte nie Probleme mir auszumahlen was ich mir vom Leben wünsche. Meine Vorstellungen waren eine große Herausforderung. Sie katapultierten mich überall hin. Ihr wisst schon, ich habe diese große Vorstellungskraft mit der man sich in jeder Situation befindet. Ich fasziniere mich enorm. Für Leidenschaften. Aber auch für Dinge die ich nicht kann. Die ich aber können will und muss! Denn jeder der mich kennt weiß –  ich hasse es Dinge nicht zu können. Deswegen setze ich alles daran mir und beweise mir das Gegenteil. Mir mangelte es nie an Ehrgeiz und Disziplin. Nie. Jetzt garantiert auch nicht. Ich arbeite nun mit Mobile Retter e. V. zusammen und werde kleine Animations-Erklärvideos produzieren. Diese werden dann auf der Webseite zu sehen sein. Mittlerweile schreibe ich für 3dots.fitness. Bald kommt die App auf den Markt und ich kann es kaum abwarten. Außerdem produziere ich einen Film über Inklusion für die Lebenshilfe. Dieser soll medial verbreitet werden und somit mir auch Aufmerksamkeit schenken. Nebenher führe ich den Blog und schreibe an dem nächsten Buch. Ach und dann ist da auch noch mein Studium und diese Regelstudienzeit. Die wenige Zeit und diese letzten zwei wichtigen Prüfungen.
Aber seit Wochen ist da dieser Schatten auf meiner Arbeit. Nichts scheint genug zu sein. Ich muss mehr machen. Viel mehr. Nachschichten sollte ich machen. Ich sitze an Projekten von Morgens bis Abends. Habe von Morgens bis Abends Bauchkrämpfe die nur weggehen wenn ich mich hinlege. Aber vergiss es! Ich kann mich erst heute Abend hinlegen. Keine Pause. Wenn dann diese kurze Pause in diesem Café. Bis zum nächsten Treffen in einer halben Stunde. Ach und ich muss mich ja auch noch um die Fahrt nach Hause kümmern. Schaffe ich es rechtzeitig alles zu erledigen? Ein Tee mit einer Freundin. Einen Keks. Mehr esse ich nicht. Mein Auge zuckt. Ich bin nervös. Warum auch immer? Und wenn ich mir dann selber Feierabend auferlege, kann ich nicht still liegen. Dann denke ich nach. Über die Zukunft. Über wilde Gedanken. Über diese Branche. Über meine Entwicklung und all den Kram, der einem Kopfzerbrechen bereitet. Weil man noch jung ist und es so viele Türen gibt, die einem offen stehen.

Seit Neustem ist dieser Schatten auf meiner Arbeit eine Belastung. Ich produziere. Tag ein, Tag aus. Ich habe Meetings mit Auftraggebern. Stelle meine Ideen vor und begeistere. Aber das Problem ist, dass ich nicht mehr dahinter stehe. Ich produziere nur. Gebe alles. Bin ehrgeizig und diszipliniert. Mehr nicht. Denn dann hört es auf. Keine Leidenschaft. Kein Herzblut. Nichts. Dabei liebe ich es Filme zu drehen. Ich schreibe so gerne Geschichten. Ich mag es mich mit Menschen zu treffen und Ihnen meine Ideen vorzustellen. Ich arbeite gerne und liebe es produktiv zu sein. Herausforderungen sind mir willkommen. Ich könnte niemals Nichts tun. Das bin ich nicht. Ich sehe keine Zukunft die mir vorgibt nichts zu „arbeiten“. Aber wenn das was man tut einen nicht mehr erfreut, dann läuft da was falsch. Wenn man nachdenkt ob es sich lohnt. Ob es sich für einen rentiert? Ich habe nie darüber nachgedacht. Nie! Weil ich überzeugt war dass sich Dinge die einen glücklich machen, auch lohnen. Ich würde über gewisse Dinge wie Lohn und Aufwand nachdenken wenn es ein eigenes Projekt wäre. Keine Frage. Ich hinterfrage, analysiere, interpretiere sehr viel. Das gehört zu mir. Aber wenn ich keine andere Wahl habe, dann erledige ich meine Arbeit. Aber jetzt, jetzt ist da dieser Schatten auf meiner Arbeit. Disziplin, Ehrgeiz…nur was fehlt ist dabei das Herz Geschichten zu erzählen. In welcher Form auch immer. Das um was es mir immer ging. Das was ich immer so geliebt habe und womit ich mich „ernährt“ habe. Jetzt frage ich mich ob ich etwas Falsch mache? Warum ich das mache? Früher war es selbstverständlich das zu tun. Weil ich es geliebt habe. Weil ich damit glücklich war.

Wenn ich mich darauf besinne, dann weiß ich dass ich es immer noch liebe. Ich liebe es Geschichten zu erzählen und Momente einzufangen. Ich liebe es Menschen zu begeistern, Gespräche mit Auftraggebern zu führen, Konzepte vorzustellen und davon überzeugt zu sein. Dafür fahre ich auch mal in eine andere Stadt. Das Grundkonzept. Das heißt nicht dass ich darüber hinaus nicht noch mehr mache. Das heißt nicht dass ich mich festfahre.

Das Grundkonzept im Kopf. Das bedeutet ich mache genau das was mein Ding ist. Weil ich es liebe…Und das werde ich mir behalten und von niemandem schlecht reden lassen.

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10 comments

Ruth 21. November 2016 at 12:01

Sehr schöne Bilder und ein toller Text.
Davon könnte ich mir mal eine Scheibe abschneiden, ich bin neben dem Studium nämlich ziemlich faul..
Liebe Grüße
Ruth

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smirkberry 21. November 2016 at 12:01

Sehr schöner Text und Bilder 🙂

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kiamisu 21. November 2016 at 13:06

Ich finde es wahnsinnig beeindruckend, wieviel du schaffst. Aber ganz klar, dass dabei andere Dinge – leider auch die Leidenschaft – auf der Strecke bleibt. Das Problem hatte ich auch, als ich mich dafür entschieden habe, den Blog selbstständig zu betreiben und nur noch nebenbei zu studieren.

Auszeiten muss man sich dann schon gezwungen auferlegen. Aber ohne Pause, sind die Kreativität und die Kraft auch irgendwann erschöpft.

Liebe Grüße,
Kiamisu

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instylequeen 21. November 2016 at 20:34

Ein gesunder Ehrgeiz kann einem Menschen helfen im Leben weit zu kommen… man muss aber aufpassen nicht sein „ich“ zu vergessen und nachher einen großen Burnout zu erleiden. Solange du Spaß und Freude hast an dem was du tust, bleibe dabei. Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche.
Liebe Grüße aus dem Norden
http://www.instylequeen.de/

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andysparkles 21. November 2016 at 23:19

Ich kenn das auch sehr, ich bin selbst oft so mega gestresst und lade mir so viel Arbeit auf, dass ich kaum noch zu etwas anderem komme. Toll was du alles schaffst!

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treurosa 23. November 2016 at 07:36

Es ist sehr wichtig sich Auszeiten und Pausen zu gönnen. Zu viel Arbeit kann auch krank machen, das weiß ich. Also überarbeite dich nicht 🙂
Aber wahnsinn, was du alles unter einen Hut bringst!

Liebe Grüße
Susanne

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Mona 23. November 2016 at 07:55

Es ist absolut bewundernswert was du alles machst und schaffst und wie zielstrebig du deine Ziele und Ideen verfolgst, doch man muss wirklich aufpassen bei dem Tempo nicht sich selbst zu verlieren.
Liebe Grüße,Mona

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Anne 23. November 2016 at 08:07

Wahnsinn was du alles noch so machst. Respekt! Ich würde irgendwann platzen vor Gedanken, Terminen. Vor allem leidet die Kreativität sehr darunter. Auch, wenn es schwer fällt, solltest du dir ganz bewusst auch etwas Zeit für dich nehmen. Sonst kann das irgendwann (gesundheitlich) wirklich schief gehen.

Ich arbeite den ganzen Tag und da bleibt mir gerade noch die Zeit für etwas lästigen Haushalt. Am Sonntag habe ich frei und etwas Zeit für meinen Blog, den ich ja auch nur nebenbei – aus Leidenschaft und Hobby – betreibe. Alles andere wie Nähen & Zeichnen (was ich wirklich liebe) bleibt leider auf der Strecke… Aber das ist nur momentan so. In 2 Jahren will ich ganz woanders stehen.
Liebe Grüße
Anne

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nici 23. November 2016 at 10:16

Huhu…

Deine Bilder sind euch gut gelungen und der Hintergrund gefällt mir.
Für die Arbeit würde ich mich nicht mehr so anstregend. BZW. Mehr machen als ich muss.

Alles liebe

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dahi k. 23. November 2016 at 12:08

schönes outfit. ich glaube, jeder mensch sollte ein grundkonzept haben. eine feste basis, auf der man aufbauen kann. und ja, ich denke auch, dass das nichts mit festgefahren sein zu tun hat. es kann einen erden und aufbauen, wenn man nicht weiter weiß.

liebe grüße
dahi

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