CLOSER DISTANCE

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Es verunsichert mich, wenn ich angestarrt werde, so durchdringend, als wollte man meine Gedanken lesen. Die gibt es nicht so einfach als Buch zu lesen. Ich mag es nicht, wenn man mir einfach so zu nahe kommt. Ohne Vorwarnung. Ich kann es nicht leiden, wenn man zu viel oder alles wissen will. Dann schrecke ich zurück. Denn ich brauche Distanz, diesen gewissen Abstand. So viel, dass ich mich mit ausgebreiteten Armen um mich selber drehen. So viel dass ich mir Geheimnisse bewahren kann. Luft zum atmen. Ich bin vom Sternzeichen Fisch und ich behalte ihn mir bei: Den Sicherheitsabstand. Die nötige Distanz und persönliche Zurückhaltung. Denn das muss sein. Das gibt die Sicherheit die ich brauche. Die einen nicht zu sehr an sich ran lässt.

Da gibt es die körperliche Dissonanzen die sich genau definieren lassen. So viel Abstand halte ich zu meinem Gegenüber. Und dann gibt es die psychische Dissonanz über die kaum einer redet. Die jeder für sich behält. Manche bauen sich keinen Sicherheitsabstand auf. Sind blind. Vertrauen blind. Aus Liebe, aus Dummheit oder gar Naivität? Andere haben so einen großen Sicherheitsabstand, dass sie niemanden an sich ranlassen. Wiederum andere haben einfach den Blick für die Realität. Sind vorsichtig offen.Das ist als ob ich immer eine Schwimmweste trage. Zur Sicherheit. Denn ich mag es mich „sicher“ zu fühlen. Manchmal kann diese Weste aber auch stören. Sie lässt nicht zu dass man sich komplett fallen lässt. Das fühlt sich an als ob man ewig durch die Dünen läuft und das Meer nicht erreicht. Als ob man kurz vor dem Wasser ist und die Füße dennoch nicht nass werden. Aber anderseits brauche ich das: Diesen Abstand. Diese Sicherheit. Dieses Risikomanagement in meinem Kopf.

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Szenarien. Mögliche Szenarien. Strategien. Mögliche Strategien. Wahrscheinlichkeiten. Mögliche Wahrscheinlichkeiten. Ich falle niemandem so leicht um den Hals den ich erst kennengelernt habe. Ich lasse niemanden so schnell ran. Bewahre Distanz. Brauche Distanz. Absicherung. Fragen stellen. Vorbereitet sein. Immer wieder der gleiche Prozess.Denn ich brauche den gewissen Abstand. Vertrauen ist kein Punkt. Es ist nicht da wenn man es will. Vertrauen ist ehrlich. Man kann es nicht herzaubern. Vertrauen ist ein Weg. Und wenn ich nicht aufpasse ein Weg der sich im Sand verlaufen kann. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich auch Distanz nutze um mich zu distanzieren. Oder warum ist sie mir so wichtig? Die Sicherheit. Der Abstand. Diese Geheimnisse.

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Oberteil – Orsay, Rock – Orsay

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17 comments

beauty and the beam 12. Oktober 2016 at 14:18

Das mit der Distanz kenne ich zu gut, ich brauche sie auch und bewahre sie mir auch gerne. Ich finde es wichtig, dass man sich nicht gleich jedem um den Hals wirft, aber auch nicht jedem direkt sein komplettes Leben um die Ohren wirft. Ein wirklich toller Beitrag 🙂
Allerliebst
Mona

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Leni 12. Oktober 2016 at 14:20

Oh, ich kann genau verstehen, was du meinst! Ich brauche auch einen gewissen Grad an Distanz, sonst fühle ich mich unwohl. Bei manchen Menschen allerdings habe ich von Anfang an kein Bedürfnis nach Distanz und fühle mich direkt mit ihnen verbunden.
Schöne Fotos 🙂
Liebe Grüße 🙂

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instylequeen 12. Oktober 2016 at 19:28

Dein Oberteil finde ich sehr süß. Ich stehe derzeit auf schwarz-weiß mit Pünktchen oder Streifen. Zu deinem Thema Abstand. Diesen brauche ich sehr wenig. Nicht weil ich naiv oder gar dumm bin, sondern weil ich damit in meinem Leben bisher immer sehr gut gefahren bin. Allerdings bin ich auch in einer „Bullerbü- Welt“ aufgewachsen, sodass es auch nicht viel gibt, vor dem ich mich schützen müsste. Dafür bin ich jeden Tag sehr dankbar. Toller Text. Weiter so!
Liebe Grüße
http://www.instylequeen.de/

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Sarah Kleiß 12. Oktober 2016 at 19:51

Wow wieder einmal ein wahnsinnig toller Text!
Mir geht es genau so! Zu nah geht nicht, eine gewisse Distanz ist wichtig.
Und deine Fotos sind auch wieder zauberhaft! 🙂

Ich wünsche dir einen wundervollen Abend <3
Liebst, Sarah von Belle Mélange

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Farina 12. Oktober 2016 at 21:55

Ein wirklich toller Text und die Fotos passen so gut dazu. Wo sind die gemacht wurden?
Ich musste auf die harte Tour lernen, dass ist klug ist so eine bestimmte Distanz zu halten. Gehört vielleicht mit zum erwachsen werden…
Liebst,
Farina

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Larissa 14. Oktober 2016 at 10:29

Liebe Farina,
vielen Dank. Die Bilder wurden am Strand Le Dune in Süditalien (Torre Canne) gemacht.
Liebe Grüße
Larissa

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treurosa 13. Oktober 2016 at 07:22

Sei froh, dass du die Distanz halten kannst. Ich tu mich da schwer. Immer wieder ermahne ich mich, nicht gleich zu viel von mir preiszugeben. Ich vertraue grundsätzlich ziemlich schnell, was nicht immer so gut ist 🙂
Die Fotos sind klasse!

Liebe Grüße
Susanne

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Kristina 13. Oktober 2016 at 10:14

Was für ein wundervoller Text! Das hast du wirklich super beschrieben. Du sprichst mir aus der Seele 🙂
LG Kristina
http://www.kristja.com

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Nina 13. Oktober 2016 at 17:37

toller Text, du kannst wirklich sehr gut schreiben!

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Bella 13. Oktober 2016 at 17:37

Ich finde es manchmal befremdlich wie schnell andere sich sofort öffnen und offenbar keine Distanz für nötig halten. An manchen Orten z.B. dem Arbeitsplatz finde ich braucht es aber eine gewisse Distanz.

Liebe Grüße, Bella
https://kessebolleblog.blogspot.de

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marieschindler 13. Oktober 2016 at 19:19

Ich bin auch ein Mensch, der eher Abstand braucht als zu viel Nähe.
Liebe Grüße,
Marie

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Michelle Früh 13. Oktober 2016 at 20:48

Schöne Bilder. Ich weiß auch was du meinst und im Allgemeinen gehe ich meist erst auf Distanz und check erst mal die Lage. Nur bei meinem Liebsten war das von Anfang an anders. Da war sofort dieses Vertrauen.
Liebe Grüße Michelle

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Larissa 17. Oktober 2016 at 16:20

Hallo Michelle,
ich finde es gefährlich blind zu vertrauen. Auch aus Liebe. Denn niemand kann einen Menschen sofort einschätzen. Vertrauen lernt man eigentlich erst mit der Zeit.
Liebe Grüße
Larissa

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kiamisu 14. Oktober 2016 at 00:49

Wirklich wieder schön geschrieben. Ich mag es, dass du die Zeit für deine Texte nimmst und diese immer sehr durchdacht und strukturiert sind. Schöne Bilder 🙂

Liebe Grüße,
Kiamisu

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Hanna 14. Oktober 2016 at 11:09

Schöne Fotos und schöner Text. Kann dich da sehr gut verstehen, lasse auch nicht so schnell Leute an mich heran.

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Mona 14. Oktober 2016 at 17:11

Wieder einmal sehr schön geschrieben. Ich muss einen Menschen erst genau einschätzen können, bevor ich mich öffne und jemanden an mich rankommen lassen mag. Bis dahin halte ich alle auch gerne etwas auf Abstand.

Liebe Grüße, Mona

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laraira 14. Oktober 2016 at 18:36

Ich kann dich da echt verstehen, ich habe das Gefühl auch öfter! 🙂

Alles Liebe & ein schönes Wochenende,
Lara

http://www.lara-ira.de

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