WAS ES BEDEUTET EINE FRAU ZU SEIN

Es war in der 3. Klasse. Meine Mama meldete mich zu einem Selbstverteidigungskurs an. Das ist nie verkehrt, dachte sie. Ich war gerade mal neun Jahre alt und freute mich wahnsinnig mit meiner Freundin Melanie dort hinzugehen. Ich erinnere mich wie begeistert ich von den Übungen war. Zuhause machte ich fleißig Übungsaufgaben. Sie schilderten gefährliche Situationen und zeigten mehrere Möglichkeiten wie man dagegen handeln kann. Der Übungsleiter war zufrieden mit mir. Später holte mich meine Mama und die Mutter meiner Freundin ab. Ich war total euphorisch und übte die gelernten Kicks gleich auf der Straße. Sicher habe ich mich immer gefühlt.

Einige Jahre später. Wir haben Technik Unterricht. Ein Junge fasst uns ständig an. Zwar nur am Rücken und aus Spaß, aber wir Mädchen wollen das alle nicht. Es ist für uns kein Spaß! Wie jede Woche findet ein Gespräch mit der Klassenlehrerin statt. Und als ich schließlich erwähne dass uns das alle stört, schweigen die Mädchen aus meiner Klasse. Sie tun so als ob es sie nicht betrifft. Warum hat keiner den Mut seinen Mund aufzumachen?

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Vor einigen Monaten ziehe ich einen Lederrock mit einem T-Shirt und einer Lederjacke an. Wir gehen in die Stadt bummeln. Ich scheine wie ein Magnetfeld für die Männer zu sein und werde die ganze Zeit angestarrt. Ich habe gerne die Aufmerksamkeit für mich, aber in den Blicken der Männer sehe ich etwas anderes. Und das ist definitiv gefährlich! Gut, dass ich nicht nach alleine bin. Ich kenne niemand der in meiner Stadt als Frau gerne alleine unterwegs ist. Und das ist doch nicht normal!

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Es ist früher Nachmittag. Ich laufe nach Hause und werde verfolgt. Ich merke es erst recht spät dass mich jemand mit dem Auto verfolgt und ständig wendet. Plötzlich hält er neben mir und fragt mich ob wir was trinken gehen. Ich sage Nein. Er fragt mich ob ich einen Freund habe. Als ob ihn das etwas angehen würde! Ich möchte gehen, aber er streckt mir eine Karte mit seiner Nummer entgegen. Erneut lehne ich ab und laufe weg. Mein Wohnblock befindet sich unmittelbar in der Nähe. Ich hetze ein wenig und als ich beim Wohnblock angekommen bin, sehe ich dass er mich immer noch verfolgt. Scheiße verdammt. Jetzt weiß er wo ich wohne dämmert es mir. Ich renne zur Haustür und eile in die Wohnung.

Bin ich hier noch sicher?

Die Silvesternacht in Köln. Mehr als 100 Anzeigen. Mehr als die Hälfte mit einem sexuellem Hintergrund. In Hamburg gab es bislang 53 Anzeigen und in Frankfurt eine Gruppe von 10 Männern, die drei Frauen attackierten.

Sexuelle Übergriffe und Belästigungen passieren ständig. Ob in Clubs, auf der Straße oder im privaten Umfeld. Aber dass eine große Gruppe von Männern zielgerichtet Frauen belästigt, ist in so einem Ausmaß bislang in Deutschland nicht passiert. Das ist Fakt. Es kommen jeden Tag tausende junger Männer ins Land, die vielfach aus Kulturen stammen, in denen Frauen Menschen zweiter Klasse sind. Es ist einfach nur unfassbar naiv zu glauben, dass diese Menschen ihr Weltbild an unserer Haustür abgeben und westliche Wertvorstellungen annehmen.

Aber was jetzt wichtig ist und in den Medien kaum behandelt wird, das sind die Frauen in dieser Silvesternacht. Und der Artikel geht an alle Frauen weltweit, die Opfer von sexueller Gewalt und Missbrauch sind und in der Gesellschaft unterdrückt werden.

Warum berichtet niemand über verletzte Werte und über Frauen, die wie Freiwild behandelt werden? In so vielen Berichten wird vorwiegend die Herkunft der Männer oder die Polizei und deren Fehler zum Thema gemacht.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, nicht wahr?! Unantastbar! Und egal was für Männer es waren: Es ist falsch das Wichtigste aus den Augen zu verlieren. Nämlich dass es Männer gibt, die die Werte und Würde von Frauen ignorieren und beschmutzen. Ich habe keine Angst. Aber ich werde auch nicht zulassen, dass andere Frauen Angst haben müssen. Genauso wenig werde ich akzeptieren, dass man nur noch in Gruppen unterwegs sein soll.

Frau Reker, danke für den Hinweis. Mehr als eine Armlänge Abstand muss man in diesem Land schon länger halten.

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33 comments

Lisa 7. Januar 2016 at 14:06

Toller Artikel..die Ereignisse von denen man momentan so hört regen einen wirklich zum Denken an. Schade ..
Aber du schreibst wirklich super!

Reply
Carolin 7. Januar 2016 at 15:46

Wirklich ein beeindruckender Post und ich stimme dir da in allem zu!
Du hast das Thema auf den Punkt gebracht.

Liebe Grüße

http://nilooorac.blogspot.de

Reply
kiamisu 7. Januar 2016 at 20:32

Oh die Geschichte mit dem Verfolger ist ja wirklich gruselig. Da bin ich froh, dass mir sowas noch nie passiert ist. Ich muss aber zugeben, dass ich mich im Dunkeln alleine unterwegs auch immer sehr unwohl fühle und daher froh bin, wenn ich in Begleitung unterwegs bin. Eigentlich schade 🙁

Liebe Grüße,
Kiamisu

Reply
MODEWUNSCH.DE 7. Januar 2016 at 21:21

Wirklich schön geschrieben und ich glaube jedes Mädchen kann darüber Romane erzählen. Als ich Abend mal nach Hause wollte, ist mir ein Typ nachgelaufen. Ich bin schreien weggerannt bis er aufgehört hat mich zuverfolgen!! Seitdem rufe ich mir lieber direkt ein taxi.
Und das ist nicht die einzige creepy geschichte und ich denke, warum werde nur ich immer so verfolgt oder angesprochen? *o*

Liebe Grüße
modewunsch.de

Reply
In be Twen 8. Januar 2016 at 15:51

Ich höre solche Geschichten komischerweise auch nie von anderen. Irgendwie scheint immer mir so etwas zu passieren. Kann also nachvollziehen was du meinst 🙂
Liebe Grüße
Larissa

Reply
Lisa Jasmin 7. Januar 2016 at 21:23

Diesen Bericht kann ich zu 100% unterschreiben. Ich finde es abartig und widerlich, was zur Zeit abgeht und was man sich als Frau „gefallen lassen muss“, wenn man sich nicht wehren kann. Dass man überhaupt Angst haben muss, ist einfach nur schrecklich. Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, wie sich die Frauen in dieser Nacht gefühlt haben müssen. Sowas darf nicht verherrlicht werden und die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Danke, dass du darüber geschrieben hast!

Reply
Beautylicious193 7. Januar 2016 at 21:33

Sehr gut geschriebener Text! Da stimme ich dir auch eindeutig zu!
Die Bilder finde ich wie immer super 🙂

Liebe Grüße,
Andrea <3

Reply
beautylicious193 7. Januar 2016 at 21:34

Sehr gut geschriebener Text! Da stimme ich dir auch eindeutig zu!
Die Bilder finde ich wie immer super 🙂

Liebe Grüße,
Andrea <3

Reply
Gilda 8. Januar 2016 at 02:42

Mir ist auch schonmal ein Mann im Auto gefolgt, als ich auf der Fußgängerzone gelaufen bin. Ich finde sowas echt widerwärtig und abstoßend, wenn Männer sich erlauben Frauen so zu behandeln, als wären sie nicht mehr als ein Stück Fleisch.
Trotzdem denke ich nicht, dass es was mit der Kultur der Männer zutun hat, diese waren einfach dreckige Menschen, die eine schreckliche Erziehung genossen haben. Es gibt in den USA und vielen anderen Orten im Westen schließlich auch Gruppen, die die Frauen nicht respektieren und wo es zu massen Vergewaltigungen kommt, in den Medien wird dabei die Herkunft der Männer jedoch nicht hervorgehoben. Gender Equality und Gerechtigkeit unter den Geschlechtern gibt es in westlichen Ländern leider auch noch nicht.

Liebste Grüße
Gilda

Reply
In be Twen 8. Januar 2016 at 11:47

Hallo Gilda,
ich bin der Meinung dass die Kultur der Männer auf jeden Fall was damit zu tun hat. Denn Kulturen vermitteln Werte und in manchen Kulturen sind Frauen dem Mann leider immer noch unterworfen und haben kaum etwas zu sagen. Außerdem bin ich der Meinung dass man die USA keineswegs mit Deutschland vergleichen kann.
Die Herkunft der Männer darf in der Öffentlichkeit nicht verschwiegen werden. Allerdings finde ich es auch nicht gut dass die Herkunft in den Schlagzeilen so extrem hervorgehoben wird. Damit sorgt man nur weiter für Hetze.
Wünsche dir einen schönen Tag!
Liebe Grüße
Larissa

Reply
Wonderful.Moments 8. Januar 2016 at 08:05

Wow, toll das du darüber so offen sprichst.
Ich habe damit zum Glück nicht so viele Erfahrungen machen müssen. Anstarren und Anquatschen mal ausgenommen.
Wenn es dunkel ist, fahre ich auch nur noch mit dem Auto. Mein Auto verriegelt sich auch nach wenigen Sekunden selbst!

Reply
Nina 8. Januar 2016 at 09:51

Sehr gut geschrieben! Ich finde es auch so schlimm, dass man als Frau Angst haben muss, alleine unterwegs zu sein. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sich die Frauen denen so etwas passiert ist, gefühlt haben müssen.

Reply
Nicole 8. Januar 2016 at 12:50

Huhu…

Sehr schön Geschrieben und ja, die Mädels sollten mehr den Mund aufmachen.
Schade dass sich so viele alles gefallen lassen. Ich find es traurig.
Das mit der Silvesternacht geht mir auch ziehmlich nah. Nicht zu trotz, weil ich weiß was die Mädels da durchgemacht haben…. Schade auch, dass zu viele wohl einfach weggeschaut haben, statt zu helfen. Irgendwie begreife ich diese Welt nicht mehr.

Liebe Grüße

Reply
marieschindler 8. Januar 2016 at 13:27

Ein sehr guter Post zu einem aktuellen Thema! Ich mag deinen Schreibstil.
Herzliche Grüße,
Marie <3

Reply
sunny 8. Januar 2016 at 13:32

Super Artikel! Angesichts der aktuellen Tatsachen ein super Beitrag! 🙂 Ich finde es toll dass du einen Selbstverteidigungskurs gemacht hast, ich würde es heutzutage auch auf jeden Fall noch machen wollen. Man weiß wirklich nie. Als ich damals meine Schwester in der Großstadt besucht hatte, habe ich gemerkt was für ein unangenehmes Gefühl es in der U Bahn war. Dort 2 minuten auf seine Bahn zu warten fühlten sich an wie 20.

liebe Grüße,
Sunny von http://feuer-fangen.com

Reply
missninjacookie 8. Januar 2016 at 15:18

sehr gut geschriebener post zu einem schwierigen thema – das eigentlich nicht schwierig sein sollte, bzw überhaupt nicht schwierig wäre, wenn man denn gesunden menschenverstand immer voraussetzen könnte. ich finde es traurig, dass man als frau immer noch fürchten muss, opfer einer sinnfreien weltanschauung zu werden, in der sich ein geschlecht über das andere stellt.
meine groteskeste erfahrung in dieser hinsicht war erst vor kurzem, als ich in der dämmerung von meiner joggingrunde zurückkam und ein junger mann, der scheinbar vor einem haus in der nachbarschaft scheinbar auf jemanden wartete, bei meinem anblick (in sportklamotten und völlig verschwitzt, also nicht mal ein besonders aufreizender anblick – und selbst wenn!) seine hose aufmachte und mir sein gemächt entgegenhielt. ich hab das letzte stück meiner laufstrecke dementsprechend in rekordzeit zurückgelegt.
danke, dass du den mund aufmachst!
alles liebe
melanie // miss ninja cookie

Reply
missninjacookie 8. Januar 2016 at 15:20

sehr gut geschriebener post zu einem schwierigen thema – das eigentlich nicht schwierig sein sollte, bzw überhaupt nicht schwierig wäre, wenn man denn gesunden menschenverstand immer voraussetzen könnte. ich finde es traurig, dass man als frau immer noch fürchten muss, opfer einer sinnfreien weltanschauung zu werden, in der sich ein geschlecht über das andere stellt.
meine groteskeste erfahrung in dieser hinsicht war erst vor kurzem, als ich in der dämmerung von meiner joggingrunde zurückkam und ein junger mann, der scheinbar vor einem haus in der nachbarschaft scheinbar auf jemanden wartete, bei meinem anblick (in sportklamotten und völlig verschwitzt, also nicht mal ein besonders aufreizender anblick – und selbst wenn!) seine hose aufmachte und mir sein gemächt entgegenhielt. ich hab das letzte stück meiner laufstrecke dementsprechend in rekordzeit zurückgelegt.
danke, dass du den mund aufmachst!
alles liebe
melanie // miss ninja cookie

Reply
Hanna 8. Januar 2016 at 18:34

Sehr schön geschrieben und ich bin da ganz deiner Meinung. Es ist doch egal, woher die Männer kommen, dass es überhaupt Männer gibt die Frauen so behandeln ist das eigentliche Problem. Und wie du schon sagst, in einem solchen Ausmaß, wie es in der Silvesternacht passiert ist, ist sexuelle Belästigung noch nicht geschehen. Allerdings sind kleine Belästigungen für die meisten Frauen Alltag. Die Situation, die dir selber passiert ist, finde ich wirklich gruselig. Da hätte ich auch wirklich Angst gehabt. Etwas so beunruhigendes ist mir noch nicht passiert, aber es gab doch schon viele Situationen, in denen ich in Diskos einfach betatscht wurde, mir ständig Autos zugehupt haben, weil ich einen kurzen Rock anhatte oder mir Männer im Vorbeigehen Geld für Sex angeboten haben. Meist lacht man über solche Vorfälle nur und denkt sich: „Was für Idioten“. Aber in Ordnung macht es das trotzdem nicht, gerade wenn man bedenkt, dass Frauen sowas andauernd begegnet, während Männer nie oder nur sehr selten mit solchen Problemen konfrontiert werden.

Reply
azukaj 8. Januar 2016 at 21:45

Ein sehr guter Post. Ich bin hier auch deiner Meinung und finde das was in letzter Zeit passiert einfach nur noch schrecklich.

Reply
Faye 8. Januar 2016 at 21:59

Gut geschrieben und es ist schlimm was da täglich passiert, wie die Unsicherheit von jungen Frauen ausgenutzt wird. Aufgrund meines Aussehens ( gross, dünn und blond zieht automatisch schon Blicke auf sich) plus noch einem extravaganten Kleidungsstil, werde ich sowieso immer angeguckt, meistens merke ich es gar nicht. Was mir aber immer wieder auffällt: Wenn man selbstsicher wirkt, keine Angst zeigt und die Austrahlung aussagt das man es lieber erst gar nicht versuchen soll, wenden sich die mit bösen Absichten ab. Es ist viel zu aufwendig, zu mühsam und befriedigt nicht wirklich so jemanden zu belästigen als ein Mädchen das unsicher wirkt. Nur sind manche nun mal unsicher und in solchen Situationen schaltet das Gehirn sowieso automatisch auf Flucht.
LG Faye

Reply
In be Twen 8. Januar 2016 at 22:10

Hallo Faye, das sehe ich genauso wie du. Wer unsicher ist hat sowieso schon verloren!
Liebe Grüße
Larissa

Reply
claradietrich 8. Januar 2016 at 22:06

Ein sehr schöner und gut geschriebener Post und ein sehr interessantes und momentan ja wirklich aktuelles Thema…! Finde es toll, dass du es auf deinem Blog thematisierst.
Lieben Gruß
Clara

Reply
Heloise Roubaud 9. Januar 2016 at 12:41

Guter Post! Das nachhause Verfolgtwerden kenne ich leider zur Genüge, ich musste deshalb sogar schon mal die Polizei holen =/ Und dann immer schön die Verantwortung auf die Opfer ab wälzen, demnächst geh ich noch mit dem Zollstock auf die Straße -.-

Reply
Sophia 9. Januar 2016 at 15:23

Die Bilder sind sehr schön.

http://www.sophias-fashion.de

Reply
Marina 10. Januar 2016 at 00:23

Ich finde es super, dass du oft auch aktuelle Themen mit aufnimmst. Mir ist zum Glück noch etwas in der Art passiert und ich hoffe, dass es auch so bleibt.

Liebe Grüße,
Marina

Reply
missi88 10. Januar 2016 at 09:49

Wunderbarer Artikel zu einem Thema, das mir schon länger Kopfzerbrechen bereitet. Ich wurde zum Glück von solchen Dingen bisher verschont. Trotzdem habe ich häufig, wenn ich abends allein nach Hause gehe, ein ungutes Gefühl. Es ist traurig, dass man sich als Frau nicht sicher fühlt in einem Land, das eigentlich als gleichberechtigt gilt.
Liebe Grüße,
Missi von Himmelsblau

Reply
Farina 10. Januar 2016 at 10:50

Ein wirklich toller Post. Auch wenn ich momentan in Australien bin, haben mir die Ereignisse in Köln schwer geschockt, da ich in der Ecke wohne und viele Freunde zu Silvester in Köln feierten. Ich wusste gar nicht das ähnliches auch in anderen Städten passiert ist!
Liebst,
Farina

Reply
Ama Poku 10. Januar 2016 at 12:37

Ein wunderschön geschriebener und absolut wahrer Text! Als ich jünger war, ist mir auch einmal jemand gefolgt, glücklicherweise kam mir dann eine Freundin entgegen und hat mich nach Hause begleitet. Es ist total doof, oft mit so einem unguten Gefühl herumlaufen zu müssen, vor allem,
wenn man abends alleine Heim muss.
xx Ama

PHUCKITFASHION

Reply
Fideliasworld 10. Januar 2016 at 12:53

DANKE. Danke, dass jemand mal meine Gedanken ausgesprochen hat. Ich finde es so toll, wie du schreibst und was du schreibst. Menschen sollten ihre Reichweite Nutzens, um solche Themen an die Leute zu bringen. Hut ab. Und deine Mama schien damals schon zu wissen, was wir später erst gewusst haben. Danke auch an deine Mama. Liebe herzliche Grüße. Fideliasworld

Ich würde mich ebenso freuen wenn du meine Seite einmal besuchst. Vielen lieben Dank 🙂

Reply
In be Twen 12. Januar 2016 at 12:33

Wie lieb von dir, vielen Dank! Ich freue mich sehr wenn ich Menschen mit meinen Texten erreichen kann. Das bedeutet mir viel 🙂

Reply
instylequeen 24. April 2016 at 22:10

Ein spannender Post. Ich glaube fast jede Frau hat schon einmal leider die Erfahrung machen müssen, verfolgt oder begrapscht worden zu sein. Mir und und vielen von meinen Freundinnen ist es schon passiert. Einfach mal beim Vorbeigehen in der Disco einer Frau in den Schritt greifen. Aber wofür? Was gibt diese Situation solchen Männern? Macht? Über uns Frauen? Das ist einfach nur ärmlich, dennoch muss man sich vor Augen halten, dass es solche Idioten schon immer gab und geben wird. Ich hoffe dass solche Belästigungen durch den Mopp in Köln & Hamburg einfach ernster genommen und hoffentlich bald härter bestraft werden. Über die Justiz in Deutschland kann so mancher Mann bei solchen Vergehen leider im Moment einfach nur lachen. 🙁

Reply
dieMondin 17. August 2016 at 09:29

Hervorragend geschrieben und findet meine volle Zustimmung.
Meine Tochter habe ich mit 5 Jahren zum Selbstverteidigungskurs für Mädchen geschickt. Später hat sie dann noch Karate gelernt. Es schadet nicht, sich verteidigen zu können. Auf jeden Fall stärkt es das Selbstwertgefühl! Somit strahlt Frau shon eine gewisse Stärke aus, die so manch einen auf Abstand hält.

Reply
QuartettUndEins 28. Juni 2017 at 13:35

Die, welche vom Fach her den Mut haben müssten, Grundsätzliches auszusprechen, tun es nicht. Überall redet man von Ratlosigkeit in der Politik und bei der Polizei… Dann muss man Fragen stellen, welche Politik und Polizei einschließen. Fragen der Nicht-Wahnehmbarkeit und der Verdrängung. Die Zahl der Psychologen, welche „das System“ überhaupt von außen betrachten können, die nicht gezwungen sind, in oft sinnentleerten und künstlich gestressten Systemen mit der gleichen Krankheit zu dienen, ist offenbar verschwindend gering. Und die Ethnologen und Anthropologen sind so in ihren Fachreligionen verhangen, dass sie die Quervernetzungen nicht sehen wollen, noch nicht einmal eine Hypothese öffentlich machen wollen. Die Wissenschaft nur vermeintlich frei Betreibenden würde ja schnell ein Kreuz aufstellen… Lassen wir einmal 1000 Seiten weg. 1. Unsere (moderne) Gesellschaft ist prinzipiell in einem Zustand der Psychopathologie (die Maslow vor Jahrzehnten wohl noch als „mild“ bezeichnete – er war offenbar ein hervorragender Psychologe ;)). 2. Unser Gehirn vergisst nichts, bzw. ist in der Lage, bewusst!!!! nichts zu vergessen, wenn es frei (nicht traumatisiert) und nicht ständig gestresst ist. Es vergisst aber leider im traumatisierten Zustand UNBEWUSST auch nicht. Schräge innere Gefühle treiben uns dann, um sie (mit Glück) irgendwie gerade zu bekommen. Nicht traumatisiert und bewusst erinnern könnend, fühlen wir uns sicher, können jede Person lesen und sehen in Millisekunden, dass wir massenhaft schwach bis schwer traumatisierte Menschen vor uns haben. Metaphorisch gesehen, würden viele ohne Ampeln und Straßen gar nicht überleben können. Traumata werden wohl über Jahrhunderte (v.a. in familiären/tradierten Linien) weitergegeben, und nur gedämpft. Und ggf. ziehen wir unbewusst auf die andere Seite des Globus, um nach 20 Jahren festzustellen, dass unser Urururgroßvater schon in dem Land war… Opfer, Täter… und immer wieder Kinder, Kinder, Kinder… Wir sind komplett ahnungslos und haben uns so verwirrt, dass wir heute nicht mehr wissen, was wir gestern gegessen haben. Köln. Zufall? Der Religion des Zufalls gehöre ich nicht mehr an. Köln war Rom, und wir kommen irgendwann an die Orte unserer Väter, von denen wir nicht wissen, ob sie sogar Täter/Vergewaltiger waren. Es gibt nur eine Lösung. Erinnern und Entschuldigen, aber nicht auf Plakaten. Das System funktioniert offenbar anders. Auf dieser Ebene versagen unsere Wissenschaftler völlig. Die Theologen versagen entsprechend, man müsste da noch einmal über ein paar alte Geschichten reden oder einfach nicht traumatisiert und gestresst die Bibel nebst erhellender Apokryphen lesen. Viele WissenschaftlerInnen haben sich (menschlich…) im Rahmen des weithin unabwendbar erscheinenden Angstsystems der Moderne ein künstliches Glaubenssystem geschaffen, welches nun mit vorwarnender Frequenzerhöhung von der Realität eingeholt wird. Systeme klären sich selbst, letztendlich auch, um in der Realität weiter zu überleben. Bitter, aber wir sind immer feige, wenn das uns behütende „System“ infrage gestellt werden muss. Ja, wir glauben so fest an unsere kleine, mikroskopische Weltsicht, dass wir selbst im Bücherregal genau daneben greifen, um sie mit dem oft schon vorhandenen Wissen nicht ins Wanken zu bringen. Was brauchen wir aber praktisch, damit hier, jetzt, heute etwas zu bewegen ist? Tausende freie Psychotherapeuten (ich bin zum Glück keiner) der menschlich-empathischen Schule (selbst im Kopf und in der Emotionsverarbeitung!!! 99% aufgeräumt). Angst, Wut und Hass sind Emotionen der 80% Traumatisierten unserer „heilen kaputten Konsum-Angst-Welt“, eben nicht des gesunden Menschen. Punkt.. Und nach wenigen Stunden weinen sie, die coolen Obermänner mit ihrer Jahre angestauten Wut, ihrer Angst, ihrer Selbstunsicherheit, ihrem inneren Jammer, den tiefen Verletzungen… Mit der wütend, aggressiven Variante kann man auch wunderbar seine Potenzstörungen hinbiegen. Gewalt- und Machtausübung ist das „schwarze Ersatzglück“ vieler (schwer traumatisierter) Menschen geworden. Und dieses Netzwerk aus Depressionswut geht quer durch alles. Wir haben ein System der negativen Rückkopplung entwickelt, in dem die Schwersttraumatisierten ggf. (noch) die „Erfolgreichsten“ werden. Trump ist der Offenbarungseid unseres kranken Systems – das kleine traumatisierte Kind, wütend-opponierend um die Anerkennung des (wohl auch schwer traumatisierten) Vaters bemüht, in militärisch-künstlichen Systemen (vgl. das Buch Lucifer-Effekt) „Zuwendung“ und „Bedeutung“ erlangend, sitzt jetzt im größten Erwachsenenkostüm der Welt. Ja, aber anders wollten wir es nicht lernen. Das Chaos hat zum Glück System. Und wieder muss ein Inder das sein, der das arme Kind vielleicht erstmals nach Jahrzehnten menschlich umarmt. Leider ist der Beton so schnell nicht zu lösen, und Familie Trump sollte eindlich ihr deutsches Familientrauma ausgraben, welches wohl auch unbewusst mit dabei ist. Endlose Zeiten? Nein, zum Glück nicht. Wenn die Physiker mal in den Spiegel schauen würden, könnte es klick machen. Aber wahrscheinlich braucht’s doch Hilfe „von ganz oben“, eine Demütigung unserer grenzenlosen Arroganz. Trotzdem. Hier, jetzt, heute: Männer (und leider auch viele Frauen) gehören in die (empathische) Therapie. Unsere Maßstäbe sind so relativ, das fast schon die Therapeuten glauben, eine art Baseline von Sexualaggresivität wäre in Beziehungen „normal“. Diese Beziehungen sind eher Theaterstücke in der Dauerschleife und könnten eigentlich der Selbsttherapie der Partner dienen.. Und so oft tradierte Prägung (Traumatisierung, Persönlichkeitsverbiegung). Noch so vorherrschend, dass wir sie medial auch schönreden. Die junge Generation hat zum Glück viele „Sensoren“ mit dabei, die den Irrsinn (besser die Irr-Emotionalität) sehen bzw. fühlen, trotz medialer Dauerinfiltration des alten Glaubenssystems. Es ist leider menschlich. Wer will wahrnehmen, dass er/sie wieder nur einem System gedient hat, welches inhuman mutiert ist und uns von dem weggebogen hat, was eigentlich Mensch sein kann bzw. ist. Wir haben den Eisberg verdrängt und die oberste Spitze der Psychotraumata zum Berg erklärt. Es ist (leider) menschlich. Mit der Angst-Wut sind wir offenbar völlig in den Mist gefahren. Irgendwie mit Ansage auf alten Papierrollen, aber wir sind ja erinnerungslos gerannt. Wer jetzt Wut im Bauch fühlt, weiß, wo man auch persönlich anfangen kann, wenn Polizei, Justiz usw. so weit sind, Psychos von AUSSEN zu befragen und das Projektionsproblem jedes (traumatisierten) Menschen endlich zu realisieren..

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