VERSUCHUNG

„Wir hatten so viel Spaß gestern. Es war der perfekte Pegel mit einer Flasche Wodka zu zweit.“, sagt meine Freundin. Gerade befinde ich mich auf einer Motto-Party und schreibe meinen  Freunden dass sie auch kommen sollen. Die Party ist der Wahnsinn. „Wir haben hier keinen Alkohol da.“, heißt die Antwort. „Wir kommen nicht!“ Und eine andere Freundin fragt mich ob ich schon ordentlich getrunken habe. Als ob es Voraussetzung ist! Eine Zeit lang habe ich da auch mitgemacht. Ich wollte nicht unbedingt, sondern entschied mich immer um der Gruppe anzugehören. Man kann es auch schon Gruppenzwang nennen. In dem Moment war alles ganz schön. Ich meine, Trinkspiele ohne Alkohol machen nun mal keinen Sinn und viel weniger Spaß. Nicht mitzumachen verdirbt den Spaß für andere. Und das kann ich ja auch verstehen. Aber zu viel ist nun mal zu viel. Mit dem Alkohol habe ich eigentlich erst seit dem Studium angefangen. Vorher auch immer mal wieder ein bisschen, aber aufgrund von Partys nie. Es hat sich auch nie ergeben, weil ich immer mit dem Auto hin bin und selbst wenn ich mal gefahren wurde, war ein Drink Bacardi das Höchste aller Gefühle. Ich kannte dieses extreme Trinken nicht und was man nicht kennt, vermisst man auch nicht. Ich habe von Alkohol nie erbrochen und einen Kater hatte ich auch nie. Kontrolle ist mir in diesem Fall sehr wichtig. Ich verliere auch gerne die Kontrolle, so ist es nicht! Aber warum total unkontrolliert durch Alkohol? Das macht für mich keinen Sinn und widerfährt mir. Ich will wissen was ich tue. Ganz einfach! Des weiteren konnte ich noch nie leiden, wenn ein Typ mich abfüllen wollte. Das war für mich immer ein absolutes No-Go.

Mit meinem Studium wurde das anders. Nur die Einstellung zu Alkohol hatte ich schon immer! Das Wort „Vorglühen“, was mir früher nie gefiel, wurde nun Programm. Mal hier, mal da bei Freunden. Und am Besten so viel Trinken wie es geht. Auf dem Weg dann auch nochmal, damit man bis zur Party nicht wieder nüchtern ist. Ich habe mitgemacht. Wollte es auch ausprobieren. Es gefiel mir. Anders als meine Freunde weiß ich trotzdem wo meine Grenze ist.  Ich hatte Spaß. Sehr sogar. Ich konnte super verdrängen. Probleme waren für einen Abend sozusagen vom Alkohol verweht. Mir ging es sonst nicht gut. Jedoch waren die Abende einfach immer der Wahnsinn. Selbst wenn danach der harte psychische Rückschlag folgte, machte ich immer so weiter. Irgendwann redete ich mir ein, dass ich mit diesen Freunden am Meisten Spaß habe. Ja klar hatte ich das. Aber das lag am Alkohol. Und als ich das erkannte, hörte ich damit auf. Ich wollte nicht nach diesem Gefühl süchtig werden.
„Larissa kann so viel trinken wie wir alle zusammen.“
„Du tanzt so viel. Dann kannst du auch viel trinken.“, sagte er und reichte mir erneut Wodka-E.
Aber wisst ihr was mich daran am Meisten störte? Das war einfach alles nicht echt! Ich meine es ist okay wenn andere das mögen. Aber ich mag es viel lieber echt. Und wenn ich keinen Spaß habe gehe ich halt nach Hause. Ganz einfach! Es ist okay nach einer durchzechten Party-Nacht ins Kissen zu weinen. Aber ich will mir nichts mit Alkohol aufzwingen, was nicht in mir existiert. Was ich hier sagen möchte ist, dass alles in Maßen in Ordnung ist und man definitiv auch ohne Spaß haben kann. Dieses Gerede von vielen meiner Freunden finde ich aber schrecklich und kann es einfach nicht nachvollziehen. Alkohol sollte keine Voraussetzung sein um feiern zu gehen. Ich verhalte mich nicht anders und bin genauso offen, wenn ich nichts trinke. Nur bin ich eben ehrlicher zu mir selbst und spüre wenn ich nicht mehr will. Genauso gerne trinke ich auch Alkohol auf Partys und entspanne mich am Abend mit einem Drink. Stoße mit Freunden auf das Leben an!
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The Drink 

Für den Drink mixt ihr einfach Cinzano Limette mit 3 Esslöffel Himbeersirup. Danach füllt ihr den Drink in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas. Der Drink wird nun mit Prosecco abgespritzt und danach mit Himbeeren und Minze dekoriert – fertig ist das perfekte Getränk um auf das Leben anzustoßen!

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22 comments

Belle Mélange 2. November 2015 at 10:34

Ich trinke auch gerne mal am Abend ein Gläschen, aber betrinke mich wirklich sehr sehr selten mal. Der Drink klingt klasse! Den muss ich ausporbieren 🙂

Ich wünsche dir einen wundervollen Tag <3
Liebst, Sarah von Belle Mélange

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kiamisu 2. November 2015 at 11:35

Ich denke auch, dass man einfach seine Grenzen kennen muss. Ich trinke gerne mal etwas, aber inzwischen nie mehr so, dass ich mir damit den nächsten Tag komplett versaue. Trotzdem möchte ich auch die extremeren Zeiten nicht missen und finde das tatsächlich viele Stories über die man ein Leben lang redet bei feuchtfröhlichen Abenden entstanden sind 🙂
Ich denke ein Mittelmaß ist gut und ich verurteile auch niemanden der gern vorglüht oder eben betrunken mehr Spaß auf einer Party hat. Jeder, wie er mag!

Liebe Grüße,
Kiamisu

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Laura 2. November 2015 at 22:07

ich schließe mich meinen beiden vorkommentatorinnen an =) ich trinke sehr selten mehr als 1 oder 2 gläser wein. gut und schlecht zugleich ist, dass ich eh super wenig alkohol vertrage. so in den ersten semestern damals war das anders – ich hab also genug erfahrung gesammelt um jetzt zu wissen, dass ich einen abend viel mehr geniessen kann, wenn ich bei 2 gläsern bleibe =)

liebst, laura
diamondsandcandyfloss

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Justine Wynne Gacy 2. November 2015 at 22:10

Meiner Meinung nach einer der besten Posts die ich bisher von dir gelesen habe!
Wage dich ruhig öfter an diese kleinen Geschichten aus deinem Leben!

Der Trink sieht super lecker aus und klingt auch wirklich super!

Prost und schöne Grüße
Justine

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Elisa 2. November 2015 at 22:33

Dein Drink sieht echt richtig lecker aus! Ich trinke selbst kaum noch Alkohol, vielleicht 1 Mal im Monat, wenn überhaupt! 🙂

Liebe Grüße, Elisa von editaee
http://www.editaee.blogspot.de

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Marina 2. November 2015 at 23:26

Mittlerweile kenne ich meine Grenzen sehr gut und trinke auch nur noch ganz selten Alkohol. Aber wenn, dann mache ich mir schöne Drinks anstatt einfach viel zu trinken. Dein Rezept klingt auf jeden Fall sehr lecker 🙂
Liebe Grüße,
Marina

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Sarah 3. November 2015 at 12:40

Ein sehr schöner, ehrlicher Text.
Meine „Partyphase“ hatte ich schon vor dem Studium und bin sehr froh, dass ich mit de Zeit tatsächlich gereift bin und auch ziemlich schnell erkannt habe, dass man den Alkohol zum Feiern nicht braucht. Finde es traurig, wenn manche nur so gute Laune und Spaß bekommen und das exzessiv jedes Wochenende zelebrieren.
Alkohol ist heute eher ein Genussmittel für mich – ab und zu mal im Restaurant zum Essen dazu, oder in gemütlicher Runde mit Freunden. 🙂

Liebe Grüße,
Sarah von DamnCharming

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Anna 3. November 2015 at 22:05

Ich trinke auch gerne mal was und glühe auch regelmäßig vor, allerdings sollte man immer seine Grenzen kennen 🙂

Liebe Grüße, Anna
von https://whenanna.wordpress.com/

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Tara 3. November 2015 at 22:17

Jeder sollte einfach so viel trinken wie er möchte 🙂 Ich habe sowohl mit Alkohol Spaß, als auch ohne, also bei mir hängt das nicht voneinander ab. Allerdings trink ich Alkohol dann auch weil es mir schmeckt, man noch mit Freunden zusammenrumhockt oder in der Disco is und nicht um auf Teufel komm raus besoffen zu sein 😀

Der Drink sieht klasse aus!

Reply
In be Twen 3. November 2015 at 22:29

Das sehe ich genauso. Aber es nimmt einem einfach den Spaß wenn andere nicht feiern gehen, weil kein Alkohol in der Wohnung ist. Das sollte kein Grund sein 🙂

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sunny 4. November 2015 at 11:18

erstmal: sieht das himmlisch aus !
und zweitens kann ich den anderen Mädels nur zustimmen, dass man auf jeden Fall seine Grenzen kennen muss.
Ich habe mir erlaubt mal ein Lesezeichen zu setzen, den Drink finde ich für den Herbst ganz toll!

liebe Grüße,
Sunny von http://feuer-fangen.com

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Juli Chevalier 4. November 2015 at 12:06

Super Post und sehr interessant geschrieben 🙂 der Trank sieht super lecker aus und ich finde, dass jeder seine Grenzen beim Trinken kennen sollte, nur leider ist das gerade bei der jüngeren Generation noch nicht der Fall. LG Juli von julichevalier.com

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Mona 4. November 2015 at 18:15

Ich glaube jeder hat mal seine „wilde“ Partyphase und das ist auch völlig okay. Man muss nur seinen Grenzen lernen und verstehen, dass man genauso ausgelassen und lustig feiern kann wie mit Alkohol. Dann hält sich alles in der richtigen Waage denk ich.
Liebe Grüße, Mona von Belle Mélange

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In be Twen 5. November 2015 at 01:08

Definitiv. Nur muss die wilde Partyphase ja nicht mit Alkohol zwingend zusammenhängen. Ich gehe momentan drei Mal in der Woche feiern und ich kann durchaus sagen, dass ich nicht weniger Spaß als andere habe 🙂

Reply
Lea 5. November 2015 at 12:32

Ich find deine Worte richtig gut!
Ich trinke gar keinen Alkohol und musste mir deswegen schon oft das ein oder andere anhören. Aber da stehe ich drüber und kann immerhin sagen, dass ich noch nie etwas gemacht habe, was ich nicht wollte, nur weil ich betrunken war. Und auf Feiern bin ich eben einfach so wie ich bin und das sollte reichen 🙂
Viele Grüße
Lea von http://www.when-love-speaks.com

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Ann-Cathérine 5. November 2015 at 12:50

Also ich möchte mine wilde Partyphase nicht missen – wobei ich auch in dieser Zeit oftmals Fahrer war und zum Ende des Abends im Gegensatz zu den Anderen eher noch fit war 😀
Solange man seine Grenzen kennt und seinen Spaß nicht am Alkohol festmacht geht es auch klar wenn man es ab und an mal krachen lässt 🙂

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Jasmin 6. November 2015 at 16:35

Der Text ist wirklich toll geschrieben, ich trinke hin und wieder auch ein Gläschen Sekt.
Betrinken tu ich mich sehr selten, man kann auch ohne Alkohol spaß haben.

LG Jasmin

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tinainthemiddle 7. November 2015 at 13:18

Toller Post mit einem interessanten Thema!

Ich trinke schon seit längerer Zeit keinen Alkohol mehr und habe auch davor nur zwei, dreimal pro Jahr Alkohol getrunken. In meinen frühen zwanzigern war das aber auch noch anders. Meine Devise: Wenn ich Alkohol brauche, um Spaß zu haben, dann ist das traurig, nicht lustig!

Wenn manche das aber hin und wieder brauchen um Stress abzubauen und locker zu lassen, dann akzeptiere ich das natürlich auch. Es muss halt jeder für sich selbst wissen, wann er genug hat. Andere zum trinken zu animieren finde ich aber ehrlich gesagt scheiße.

LG, Tina von http://www.tinainthemiddle.com

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tinainthemiddle 7. November 2015 at 13:21

Ein toller Post mit einem interessanten Thema!

Ich trinke schon seit einigen Jahren keinen Alkohol mehr und habe auch davor nicht öfter als zwei, drei Mal pro Jahr getrunken. In meinen frühen Zwanzigern war das allerdings auch noch etwas anders 😉

Meine Devise: Wenn man Alkohol braucht, um Spaß zu haben, dann ist das traurig und nicht lustig!

Wenn das jemand aber HIN und WIEDER braucht um Stress abzubauen und locker zu lassen, dann akzeptiere ich das natürlich auch. Jeman anderen zum trinken zu animieren finde ich allerdings scheiße.

LG, Tina von http://www.tinainthemiddle.com

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In be Twen 7. November 2015 at 13:30

Meine Worte! Genau das meine ich 🙂

Reply
Natalie 7. November 2015 at 16:23

Früher (in der Jugend) habe ich hin und wieder auch mal einen über den Durst getrunken. Mittlerweile trinke ich eigentlich gar keinen Alkohol mehr. Betrunken war ich seit Jahren nicht mehr und einen Filmriss hatte ich noch nie.
Das man andere zum trinken animiert konnte ich noch nie verstehen und kann sowas ebenfalls nicht leiden.

Reply
Michelle Früh 7. Januar 2016 at 17:40

Früher habe ich auch ab und an ganz schon übertrieben. Dann habe ich eine Zeit lang gar nichts mehr getrunken und heute gönne ich mir ab und an etwas. Aber betrinken tue ich mich nicht, muss ja nicht sein. 🙂
Liebe grüße, Michelle von beautifulfairy

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